
Fünf Siege, ein Remis, eine Niederlage. 11:3 Mannschaftspunkte, damit punktgleich mit dem Erst- und Zweitplatzierten. Entschieden wurde über die Brettpunkte: SK Friedberg I (37,0), SK Kriegshaber II (36,5) und wir (32,0). Platz 3, so nah am Aufstieg und doch so fern.
Ehrlich gesagt: Ein einziger schwarzer Tag in Runde 6 war entscheidend, aber man muss auch anerkennen, dass Kriegshaber an dem Tag einfach stärker war. Und wenn man es positiv sieht: Ich finde, es ist vom Spaßfaktor doch deutlich besser, jede Saison fast aufzusteigen, als jede Saison fast abzusteigen.
Die Saison wurde vor allem von den hinteren Brettern getragen. Zacharias und ich kamen jeweils auf 5 aus 6 (83%), wobei ich mit einer Performance von 2078 den höchsten Wert im Team erreichte. Zacharias' DWZ-Sprung von +34 ist einer der größten der gesamten Liga. Auch Otto Hutter (2 aus 2) und Werner Kirchmeir (2,5 aus 3) lieferten als Einspringer immer ab, wenn sie gebraucht wurden.
Wer sich für die vollständigen Statistiken interessiert, kann sie hier einsehen: DWZ-Auswertung Schwabenliga 2 Nord
Was diese Mannschaft aber wirklich ausmacht, hat unsere Vereinsvorsitzende Ulla Münch nach dem letzten Wettkampf auf den Punkt gebracht: Der Teamgeist steht auf einer wirklich breiten Basis, verteilt auf viele Schultern. Ein besonderes Dankeschön geht an Denis, der als unermüdlicher Motivator, Berichterstatter und Analysator die Saison über die Berichte begleitet hat. Für mich persönlich waren seine Berichte immer die Motivation, meine eigene Partie danach zu analysieren. Und an Martin als Mannschaftsführer, der die Organisation im Hintergrund am Laufen hielt.

Für die nächste Saison gibt es Grund zur Zuversicht. Mit Alex Billing haben wir einen Neuzugang, der bereits beim Saisonfinale in Friedberg als Kiebitz dabei war und unsere Partien aufmerksam verfolgte und kommentierte. Auch Denis schöpft neue Hoffnung und Motivation für die kommende Saison.
Der Aufstieg ist mehr als realistisch. Die Basis ist gelegt.
Zum Abschluss ein großer Dank an alle: an unsere Stammkräfte und Einspringer, an unseren Vorstand Ulla Münch, und an alle Gegner für faire und spannende Partien.
Was bleibt am Ende einer Saison? In einer Welt, in der es an Problemen nicht mangelt, ist es etwas Besonderes, sich regelmäßig einen ganzen Tag Zeit zu nehmen, um sich hinzusetzen und ein Brettspiel zu spielen. Sich wiederzusehen, zusammen zu analysieren, zusammen zu essen, zusammen zu lachen. Das Schach hat mich in dieser Saison wieder öfter nach Augsburg gebracht, zu meiner Familie und zu alten Freunden. Es sind diese Momente, die das Leben lebenswert machen, und die einen auch mal den Alltag vergessen lassen.
Auf eine neue Saison!
