
Das Königsbrunner Rapid ist traditionell das erste richtig große Einzelturnier im Jahr und auf Anfang Januar fix gesetzt. Unsere "alten Hasen" im Verein kennen also den Weg und die Spielstätte gut. Ganze acht Spielerinnen und Spieler waren aber auch zum ersten Mal dabei und mit einem Feld von insgesamt 13 SGA-Spieler war unser Verein mehr als zahlreich vertreten! Gleichauf mit den Schachfreunden (ebenfalls 13 Spieler) und knapp hinter dem Gastgeber vom SK Königsbrunn (16 Spieler). Zusammen waren 28 Vereine mit 132 Kindern und Jugendlichen angereist.
Eine Größenordnung, die das Organisationsteam um den Spielleiter Marvin Mohn mit der dazugehörigen Technik an ihre Grenzen brachte. Nachdem die Anwesenheitskontrolle für 10:30 Uhr festgesetzt war, begann die erste Runde nach großer Verzögerung erst gegen 12 Uhr und statt um 16:15 Uhr, wie der Plan es vorgab, war die letzte Partie erst gegen 17:45 gespielt. Auch im vergangenen Jahr lief dies schon nicht gut. Für den Nachwuchs eine zermürbend lange Zeit und für 7 Runden Schnellschach fast schon unzumutbar. Nichtsdestotrotz meinen Respekt an das Team, das es sich zugetraut hat ein Turnier in dieser Größenordnung anzugehen. Lob auch an die Küche! Hier lief alles glatt und zumindest gut versorgt mit Speis und Trank waren alle Teilnehmer mit dazugehörigen Eltern und Betreuern.

In der U10 waren für unseren Verein diesmal Kristina und David dabei. Kristina, die letztes Jahr noch in der U8 spielen durfte und dort bestes Mädchen wurde, kam auch in der nächsten Altersklasse gut zurecht. Mit 4 Punkten aus 7 Spielen verpasste sie mit Platz 11 nur ganz knapp die Top10. Ebenfalls 4 Punkte und damit Platz 13 holte David auf Anhieb in seinem ersten Turnier dieser Größenordnung - in einem Feld von 29 Kindern und Spitzenspielern mit über 1400 DWZ eine wahrlich tolle Leistung von beiden!

In der U12 war die Schachgesellschaft mit insgesamt 5 Kindern vertreten. Jakob und Felicitas, die beide gut gestartet waren, verpassten in den entscheidenden Spielen leider ihre Chance auf einen der vorderen Plätze. Mit Platz 14 kam Jakob immerhin in die oberen Tabellenhälfte. Einen Platz davor landete Rithvik, der erst vor kurzem in den Verein eintrat. Zwar waren einige Endspiele (Patt mit einer Dame und zwei Türmen gegen den blanken König) noch ausbaufähig, aber das Spielverständnis ist wahrlich da - in ein solches Endspiel muss man auch erstmal kommen! Nicht gut lief es dagegen für Erwin. Magere 2 Punkte reichten dann leider nur für Platz 23. Auch Daniel tat sich schwer, aber er stellte sich tapfer der starken Konkurrenz und zeigte durchaus eine Weiterentwicklung - dran bleiben! Zur Einordnung der Spielstärke: für Luca Mittermeier vom FC Bayern reichte es trotz 1737 DWZ nur für Platz 2 hinter der bärenstark aufspielenden Annika Giss vom SC Dillingen.

In den beiden oberen Altersklassen (U14 und U18) wagten sich gleich 6 Neulingen der SGA an die Herausforderung. Für die Plätze ganz oben sollte es noch (!) nicht reichen, aber es gab viele gute Spiele und alles, was den Jungs bei Eröffnung und Endspiel aufgefallen war, wird mit Sicherheit im nächsten Training nachbesprochen - Denis Wiegner, der dies leitet, hat garantiert die richtigen Tipps. Man darf nicht vergessen, dass alle erst seit 3 Monaten im Verein trainieren - einem Zeitraum, über den ihre Konkurrenz wohl nur müde lächelt. Unter diesen Voraussetzungen muss man den Ergebnissen großen Lob aussprechen. Mit jeweils 3,5 Punkten kamen Gerhard und Maximilian B. noch in die erste Tabellehälfte (Platz 13 bzw. 15 von 30) und mit 3 Punkten war auch Maximilian S. nur knapp dahinter. Lediglich Julian konnte mit 2 Punkten seinen eigenen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Für die beiden ältesten (Maxim und Raphael) stand die U18 auf dem Programm. Hier gab es wohl niemanden im Feld der 28 Teilnehmer mit weniger Turniererfahrung und entsprechend zahlten die beiden kräftig Lehrgeld. Etwas das wohl jeder Neuling im Schach kennt. Einfach nicht lassen, dann wird da schon noch was gehen!
